Hotel aus Holz

Architektur aus Tradition und Moderne

Aktiv und innovativ - traditionell und modern. Das Naturhotel ist eine gelungene Kombination von Tradition und Moderne.

Der Vorarlberger Architekt Hermann Kaufmann ist für seine klaren Linien und das inovative Design bekannt. Für den Umbau des Naturhotels Chesa Valisa wurde er 2002 auch für den Staatspries der Architektur - Tourismus und Freizeit nominiert. Treten Sie ein in ein wahrhaft besonderes Haus.

Die Vorarlberger Holzbauweise besticht durch Schlichtheit.


Alle Bauphasen sprechen eine einheitliche Designsprache - so wurde ein beeindruckender Hotelkomplex geschaffen

„Die Werte, die uns wichtig sind, nämlich einerseits gesunde Ernährung mit wertvollen Lebensmitteln der Region und daraus resultierend eine enge Verbindung mit der heimischen Landwirtschaft, die Verwendung baubiologisch positiver Materialien - nach Möglichkeit aus der Region - sowie eine architektonische Bereinigung und Ökologisierung des gesamten Bestandes wie auch eine harmonische Anfügung der neuen Bauteile, spiegeln sich auch in der Architektur von Hermann Kaufmann und der Umsetzung der Bauaufgabe wider.“
Bauherr Klaus Kessler; Naturhotel Chesa Valisa

Chesa Valisa, was in der Sprache der alten Walser so viel wie „Walserhaus“ bedeutet, ist als Naturhotel ein touristisches Juwel im Kleinen Walsertal. Die Familie Kessler betreibt es seit 4 Generationen und hat aus einem alten Walsergasthaus und nebenliegendem Stallgebäude mit viel Engagement und Mut einen fast ganzjährig ausgelasteten Betrieb geschaffen.

Umbau 2002

Aufgabe des 2002 errichteten Zubaus war es, eine Verbindung des inzwischen veränderten Altbaus mit einem in den 1960er-Jahren gegenüber errichteten Zimmertrakt „Pension Schuster“ herzustellen. Allerdings musste dazu die Gemeindestraße, die beide Bauten trennte, verlegt und an die Nordseite hinter den Hauptbau geführt werden. Der Zubau gibt dem heterogenen Ensemble eine neue Mitte. Er definiert den Empfang, schafft einen ruhigen Hof mit Gastgarten, stellt Aufenthalts- und Serviceflächen bereit und entlastet funktionell und räumlich den Bestand. Stampflehmwände im Eingangsbereich und im Weinkeller schaffen ein angenehmes Raumklima, regulieren die Luftfeuchtigkeit und symbolisieren das Element „Erde“. Auch die Elemente „Wasser“ durch einen bestehenden kleinen Bach als Wasserfall sichtbar in den Innenhof geleitet und „Feuer“ durch eine aus gestampftem Lehm gebaute offene Feuerstelle bereichern das Raumerleben.
Zwar bringt der formal reduzierte und in einer Holz-Glas-Konstruktion leicht geschwungene Bau ein neues Element dazu, vermeidet aber gerade dadurch jede Anbiederung und verfällt nicht in den Fehler der Kulissenkultur, die das touristische Bauen allzu oft prägt. Er schafft mit einer neuen Rezeption, Lobby, Wintergarten, Kinderbereich, Seminarraum, Naturladen und Weinkeller ein neues „Kommunikationszentrum“ des Hotels.

Umbau 2005

2005 wurde an der Südostseite des alten Gasthauses ein Zubau für eine Speisesaalerweiterung angefügt, der auch hier bewusst kontrastierend zum Bestand die neue Architektursprache zeigt - naturbelassenes Holz und Glas.

Umbau 2007

Im Jahr 2007 wurde die südwestseitige „Pension Schuster“, aufgestockt, thermisch sowie strukturell saniert und die Wellnessabteilung seitlich erweitert. In ihrer Gestaltung wurde sie an den Verbindungsbau angeglichen, die naturbelassene horizontale Fichtenholzverschalung bringt den Bau zurück in die Architektursprache der alpinen Region. Dieses Material dominiert auch die Innenräume in Kombination mit lehmverputzten Wänden.

Umbau 2015

2015 wurde ein neuer Fitnessraumes auf der bestehenden Erdgeschossdecke im 1. Obergeschoss des nördlichen Gebäudetraktes angebaut. Die hangseitig vorgelagerte Terrasse wurde zwischen den bestehenden Seminarraum und die neue Außenfassade gespannt. Die Fassadengestaltung erfolgte analog zum bereits erweiterten Wellnessbereich in einer Kupferblechverkleidung.

Umbau 2016 

2016 wurde das südlich situierte, freistehende Gästehaus „Haus Franziska“ aus den 1950er Jahren grundlegend saniert und umgebaut. Das Untergeschoß und das Erdgeschoß wurde erweitert, ein Teil des Bestandgebäudes abgebrochen, das erste und zweite Obergeschoß in Holzbauweise neu errichtet. In den beiden Obergeschossen sind 14 Gästezimmer, im Erdgeschoß eine großzügige Privatwohnung untergebracht. Die Fassadengestaltung lehnt sich durch die offene, horizontale Schirmschalung an das bereits sanierte Naturhotel Chesa Valisa an. Auch hier wurde, wie schon beim Anbau 2002 bei der Innenraumgestaltung auf natürliche Materialien (Holz, Filz, Wolle) gesetzt. Das neue „Naturhotel Chalet“ rundet das gesamte Ensemble ab und verstärkt Eigenschaften wie Geborgenheit, Klarheit, Ruhe und Sinnlichkeit, auf die heute ein gastliches Ambiente befragt wird.


Das Thema Nachhaltigkeit wird über viele Bereiche erfüllt, denn das stimmige Konzept wird auch im kulinarischen Angebot fortgesetzt: 100 % Bio und regionale Produkte dominieren die Küche.
Insgesamt reagiert das Projekt auf den auf Qualitätssteigerung abzielenden Strukturwandel in der Tourismuswirtschaft. Eine vorbildliche Reorganisation und Nutzwertsteigerung unkoordiniert gewachsener Teile eines Tourismusbetriebes. Die durchgehenden gestalterischen Maßnahmen führen das einst sehr heterogene Ensemble zusammen, es ist eine Hotelanlage mit ca. 100 Betten entstanden, deren Größe nicht wahrnehmbar ist und als Muster für angepasstes Bauen in alpinen Regionen gelten kann.