Dennis Gasper über die Kochlehre
Kochkunst, Nachhaltigkeit und ganz viel Begeisterung
Dennis Gasper ist Küchenchef im Naturhotel Chesa Valisa und bildet mit großer Hingabe junge Menschen aus. Im Interview spricht er über seine eigene Geschichte, warum Nachhaltigkeit in die Kochausbildung gehört – und weshalb die Arbeit mit der Natur heute wichtiger ist denn je.

Dennis, du leitest die Küche im Naturhotel und betreust auch unsere Auszubildenden. Was lernt man bei euch in der Kochausbildung – abgesehen vom Kochen selbst?
„Bei uns wird die Kochkunst noch als echtes Handwerk vermittelt – das ist mir ganz wichtig. Wir arbeiten eng mit der Natur, verarbeiten Produkte aus der Region und machen wirklich alles selbst. Ein großer Teil unserer Küche ist vegan oder vegetarisch – über 50 Prozent! Das entspricht nicht nur unserem Konzept, sondern auch einem klaren Zukunftstrend. Deshalb sage ich ganz bewusst: Die Ausbildung hier bei uns im Naturhotel ist eine der zukunftsfähigsten Kochausbildungen, die man machen kann.“

Wie bist du eigentlich selbst zum Kochberuf gekommen? Gab es da ein Schlüsselerlebnis?
„Also ehrlich gesagt – das war gar nicht so geplant. Ich habe schon als Kind gerne gegessen und viel mit meiner Oma gekocht. In der Schule mussten wir dann ein Pflichtpraktikum machen. Ich hatte mich bis kurz vor Schluss um nichts gekümmert (lacht) – und hab dann die letzte freie Stelle bekommen: in der Hotelküche. Und das hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich bis heute mit Leidenschaft Koch bin.“

Was sollten junge Menschen mitbringen, die sich für eine Kochausbildung interessieren?
„Vor allem Leidenschaft. Wer gerne mit frischen Lebensmitteln arbeitet, die Natur liebt und sich auch ernährungsphysiologisch weiterentwickeln möchte, ist bei uns genau richtig. Es geht auch um Liebe zum Detail, um Präzision, um ein echtes Interesse für die Herkunft der Produkte. Kochen ist ein großartiger Handwerksberuf – einer, der das Leben der Menschen jeden Tag ein bisschen schöner macht.“

Das Naturhotel steht für Nachhaltigkeit und bewussten Umgang mit Lebensmitteln. Sollte das auch in der Ausbildung selbstverständlich sein?
„Absolut! Nachhaltigkeit gehört in jede gute Ausbildung. Warum? Ganz einfach: Erstens, weil es um Umweltschutz geht – wir alle tragen Verantwortung für Klima und Ressourcen. Zweitens, weil unsere Gäste immer mehr auf BIO-Qualität achten. Und drittens, weil es auch wirtschaftlich ein Wettbewerbsvorteil ist. Wir wollen hier im Naturhotel nicht nur gute Köchinnen und Köche ausbilden, sondern auch Menschen, die Verantwortung übernehmen.“

Was hat sich seit deiner eigenen Lehrzeit verändert?
„Ich hatte das Glück, noch eine klassische Handwerksküche zu lernen. Dann kam die große Welle der Industrialisierung: Convenience-Produkte, Tiefkühlware, wenig frisches Kochen. Heute ist das zum Glück wieder anders – zumindest bei uns. Mir ist wichtig, dass wir wieder zurückfinden zu einer naturbelassenen Küche, die mit ehrlichen, echten Zutaten arbeitet. Das ist nicht nur gesünder, sondern auch erfüllender. Ich wünsche mir, dass dieser Weg in der gesamten Gastronomie wieder stärker in den Mittelpunkt rückt.“
Und zuletzt: Warum sollten junge Menschen eine Ausbildung bei euch im Naturhotel machen?
„Weil sie hier nicht nur einen Beruf lernen, sondern eine Haltung. Weil sie Teil eines echten Teams werden, das mit der Natur arbeitet und nicht gegen sie. Und weil Kochen hier kein Job, sondern Berufung ist.“











































































































