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31.08.2026 - 05.09.2026

Schmuck­ausstellung Gerti Maitz

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Gerti Maitz

Unikatschmuck im Naturhotel Chesa Valisa

Schon zum wiederholten Male präsentiert die Künstlerin ihre Schmuckstücke im Naturhotel. Gerti Maitz lebt und arbeitet in Höflach bei Fehring in der Südoststeiermark und besucht auch dieses Jahr wieder das schöne Kleinwalsertal.

Vom 31.08.2026 – 05.09.2026 geöffnet ab 17:00 Uhr bis open-end, können die neuesten Werke im Seminarraum am Wasser begutachtet und erworben werden. Herzlichst sind auch Nicht-Hotelgäste zu einem Austausch eingeladen. Gerti und Stefan freuen sich auf Ihren Besuch!

 

„Eine Art Werkstatt“

„Schon von außen hebt sich das Atelier von Gerti und Stefan Maitz unübersehbar von der Umgebung ab.
Ein schlichter Holzbau setzt ein markantes Zeichen im dörflichen Ambiente.
Im Innern des Naturholzwürfels haben sie sich ihre eigenen und doch mehrfach überschneidenden Arbeitsbereiche geschaffen.
Gerti fertigt Schmuckkunst der besonderen Art: Halsketten aus Keramik, jede davon einzigartig in Form, Farbe und Verarbeitung.
Das Ausgangsprodukt Ton wird auf besondere Art zu einem Schmuckstück veredelt und somit Wertschöpfung im wahrsten Sinne des Wortes vollzogen.“

Der Unterschied zwischen zur Schau stellen & sich zeigen

In der langen Geschichte des Schmucks waren beide Funktionen immer präsent – Repräsentation und Ausdruck. Doch in vielen Epochen, insbesondere in der westlichen Welt der letzten Jahrhunderte, dominierte das Repräsentative: Schmuck als Symbol für Besitz, Rang, Macht. In feudalen Gesellschaften war er Zeichen des Adels; in der bürgerlichen Welt wurde er zur Bestätigung von Aufstieg und Erfolg. Der materielle Wert des Schmucks – das Gewicht in Gold, die Größe des Diamanten – diente nicht der Ästhetik, sondern der öffentlichen Demonstration von Wohlstand.

Schmuck soll einen nicht wohlhabend
erscheinen lassen, sondern schmücken.

Coco Chanel

Coco Chanel, selbst aus einfachen Verhältnissen stammend, rebellierte gegen diese Praxis. Sie entwarf Modeschmuck, der oft aus unedlen Materialien bestand, aber mit Stil, Witz und Kreativität bestach. Sie entkoppelte das Schmücken vom Vermögen – und stellte damit das Subjekt, die Trägerin, wieder ins Zentrum. „Nicht das Schmuckstück soll glänzen, sondern die Person, die es trägt. Nicht der Wert des Objekts zählt, sondern der Ausdruck der Persönlichkeit.

Diese Denkweise bedeutet auch eine Rückbesinnung auf die ursprüngliche Bedeutung von Schmuck: als persönliches Symbol, als individuelles Statement, als Ausdruck innerer Haltung. Chanel forderte, dass Schmuck nicht dominieren, sondern unterstreichen soll – nicht einschüchtern, sondern bezaubern. Damit machte sie Schmuck wieder zu einem künstlerischen und kulturellen Medium, nicht zu einer reinen Statuswaffe.

Schmuck als Haltung – Warum wahre Schönheit kein Etikett braucht

Gerade in unserer heutigen Zeit, in der Markenlogos oft lauter sprechen als Inhalte, ist Coco Chanels Aussage ein Aufruf zur Entschleunigung und Differenzierung. Die Wahl eines Schmuckstücks wird wieder zur bewussten Geste. Und genau hier zeigt sich die Relevanz dieser Haltung für eine neue Generation von Schmuckschaffenden – etwa in der keramischen Gestaltung, in der mit einfachen Materialien, aber großer handwerklicher und ästhetischer Tiefe gearbeitet wird.

Keramischer Halsschmuck etwa ist in diesem Sinne „Chanel-kompatibel“. Er versucht nicht, durch Materialwert zu beeindrucken, sondern durch Form, Farbe, Zusammenspiel und die Geschichte, die er erzählt. Er ist ehrlich. Er verbirgt nichts. Und er verlangt auch keine Vorleistung von Prestige, Reichtum oder Macht. Stattdessen lädt er ein, sich selbst zu zeigen – ungeschönt, individuell, mutig.

Denn wahre Schönheit liegt nicht im Etikett oder im Marktwert, sondern im Ausdruck des Eigenen. Wenn Schmuck schmückt – im ursprünglichen Sinn – dann wird er nicht nur getragen, sondern verkörpert. Dann ist er nicht Beweis von Reichtum, sondern von Haltung. Und genau das – hätte Coco Chanel vermutlich gesagt – ist das einzig Wahre, was Schmuck je leisten sollte.